Forschung

Konzeption und Umsetzung von Forschungs- und Bildungsprojekten.



Hier findet sich eine Auswahl an Forschungs- und Bildungsprojekten.

Forschungs- und Praxisprojekt

Visuelle Medienbildung im Digitalzeitalter

Kooperation:      Centre for  Media and Information Literacy (CeMIL), FU Berlin
Laufzeit:              seit 2020

Moderne Mediengesellschaften sind durch einen ständigen Fluss an digitalen und analogen Bildern geprägt. In aktuellen bildungspolitischen Debatten um digitale Bildung und Medienbildung wird die Relevanz von visuellen Medienkompetenzen allerdings noch nicht ausreichend berücksichtigt. Das Projekt beschäftigt sich mit der Vermittlung von visuellen Kompetenzen in einer digitalen Kultur. 

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Projektziel

  • Entwicklung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Lehrkräfte, pädagogisches Personal sowie mediale und politische Bildner*innen.

Bisherige Ergebnisse

Im Rahmen des Projekts "Visuelle Medienbildung im Digitalzeitalter" wurden bisher zwei Workshops und ein Seminar konzipiert:


Workshop 1: Werkzeugkasten für visuelle Medienkompetenz 

Der Umgang mit Bildern und digitalen Bildmedien ist für uns oft eine Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig gibt es viele Mythen über visuelle Kommunikation und Bilder. Selten treten wir von unserer alltäglichen visuellen Erfahrung zurück und fragen, wie diese visuelle Kommunikation funktioniert und wie sie unsere Art zu denken und zu leben formt.  

Der Workshop stellt Wissen zu visueller Kommunikation und Sichtbarkeit vor und führt in methodische Werkzeuge für die Analyse von bewegten und unbewegten Bildern ein. 


Workshop 2: Verantwortlicher Umgang mit Bildern 

Ob im Schulunterricht, der politischen Bildungsarbeit oder der Hochschullehre: täglich stehen wir vor der Herausforderung, mit Bildern zu arbeiten. Oft fehlen aber spezifische Kenntnisse für einen verantwortlichen Umgang mit Bildern. Der Workshop vermittelt rechtliche, ethische und analytische Kenntnisse für einen kompetenten und verantwortlichen Umgang mit visuellem Material und digitalen Bildmedien in der Bildungsarbeit.

Seminar: Visuelle Medienbildung
Wir alle beschäftigen uns jeden Tag mit Bildern und digitalen Bildmedien. Moderne Gesellschaften scheinen durch einen ständigen Fluss von Bildern geprägt zu sein. Der Umgang mit ihnen ist für uns oft eine Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig gibt es viele Mythen über visuelle Kommunikation und Bilder. Das Seminar vermittelt Fachwissen zu visueller Medienbildung in einer digitalen Welt.

Forschungsprojekt

Videos von Geflüchteten als visuelle Politik

Kooperation:     Yener Bayramoglu, ASH Berlin
Laufzeit:             seit Oktober 2018

In dem Projekt legen wir die Aufmerksamkeit auf eine andere Form der medialen Sichtbarmachung von Flucht und Migrationsprozessen, die in öffentlichen Diskursen oft unbeachtet bleibt: Videos von Menschen aus dem Globalen Süden, die mit Booten das Mittelmeer nach Europa überqueren. Das Projekt untersucht also jene Videos, die Geflüchtete selbst aufnehmen und auf digitalen Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok öffentlich teilen. Anstelle eines westlichen Blicks auf Fluchtbewegungen erzählen sie eine Geschichte aus der Perspektive der Migration und erschaffen so eine visuelle Politik, die jenseits der Bilder von humanitären Krisen vs. einer Bedrohung der "Festung Europa" liegt.

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Projektziel

  • Erstellung einer Studie, Veröffentlichung in Fachmedien und Vermittlung in breitere Öffentlichkeit

Ergebnisse

Vorträge 

  • Y. Bayramoglu, T. Maier: Handy-Videos von Geflüchteten als visuelle Politik. Vortrag auf der DGPuK-Fachtagung "Medien und Ungleichheit" an der FH Magdeburg. 24. September 2021
  • T. Maier: Sichtbarmachung von Flucht und Grenzüberschreitungen in einer digitalisierten Welt. Vortrag an der Hochschule Magdeburg-Stendal. 19. Dezember 2018
  • T. Maier: Un/Sichtbarmachung von Körpern und Grenzen in medialen Fluchtdiskursen. Vortrag an der Universität Greifswald. 4. Dezember 2018


Seminar

  • T. Maier: Bilder von Flucht und Migration in digitalen Medienkulturen. Universität Bremen. Seminar (BA). Oktober 2018 bis März 2019

Erstellung Expertise

Re:framing Gender

Auftraggeber:      Friedrich-Ebert-Stiftung
Laufzeit:               10/2019 bis 03/2020

Vor dem Hintergrund aktueller antifeministischer und rechtspopulistischer Angriffe und Diskurse stellt die Frage, wie sich Geschlechterpolitik angemessen kommunizieren lässt, eine grundlegende Notwendigkeit und eine Herausforderung dar. In den oft affektiv aufgeladenen politischen Diskursen um Geschlechtergerechtigkeit kann wissenschaftliches Wissen zu einer Versachlichung der Auseinandersetzung beitragen als auch bei der zielgerichteten Umsetzung einer progressiven und demokratischen Geschlechterpolitik hilfreich sein. 

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Eine Expertise sollte die wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung einer Toolbox „Geschlechtergerechtigkeit“ für die Arbeit der FES liefern. Dafür werden aktuelle Erkenntnisse und Praxisbeispiele aus der Forschung skizziert, die zur Bearbeitung der folgenden Fragen hilfreich sind: Wie kann es in der politischen Kommunikation vermieden werden, antifeministische und rechtspopulistische Frames zu übernehmen? Wie lassen sich tradierte Gender-Frames durchbrechen? Welche Gegenstrategien sind aus der Forschung bekannt und bieten sich an, um eigene geschlechtergerechte Positionen präzise und handhabbar zu formulieren (und ggf. zu visualisieren)?

Projektziel

  • Erstellung einer Expertise und Publikation zentraler Ergebnisse daraus.

Leistungen

  • Erstellung der Expertise und Veröffentlichung einer gekürzten und überarbeiteten Fassung als Lehrbuch "Re:framing Gender. Geschlechtergerechte politische Kommunikation verstehen und umsetzen". Berlin 2020
  • Präsentation der Studie im Rahmen eines Workshops 
  • Zuarbeit für Social Media
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit

Studie

Visueller Aktivismus mit Instagram

Auftraggeber:     Rosa Luxemburg Stiftung

Laufzeit:              10/2020 - 6/2021

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung beschäftigt sich einigen Jahren mit den Entwicklungen der politischen Kommunikation in sozialen Medien. Eine Studie zu Instagram sollte eine präzise Vermessung linker politischer Kommunikation auf Instagram liefern. Das Projekt war gekoppelt mit einer Studie zu TikTok von Netzpolitik- Redakteurin Chris Köver und Medienjournalist Marcus Bösch.

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Projektziel

  • Erstellung einer Studie zu linken Aktivitäten und Persönlichkeiten und ihrer Kommunikationsstrategien auf der Plattform Instagram.

Leistungen

  • Publikation der Studie "Visueller Aktivismus mit Instagram. Politische Kommunikation auf sozialen Medien". Berlin 2021
  • Präsentation der Studien zu Instagram und TikTok in einem Live-Talk
  • Interviews und Hintergrundgespräche zu Politik mit Instagram (u.a. Berliner Zeitung, taz, Tagesspiegel)
  • Vortragstätigkeiten