Forschungsprojekt
Sichtbarkeit als Praxis: Alter(n), Social Media und Öffentlichkeiten
Projektleitung: Tanja Maier
Im Forschungsvorhaben "Sichtbarkeit als Praxis" untersuchen wir, wie ältere Menschen in bildbasierten Sozialen Medien sichtbar werden und wie ältere Menschen aktiv Inhalte erstellen, um an der Konstitution digitaler wie lokaler Öffentlichkeiten mitzuwirken.
Im Projekt gehen wir der Frage nach,
- wie Alter(n) in den Medienpraktiken älterer Menschen hergestellt wird,
- wie Alter(n) in Social-Media-Videos inszeniert wird und
- welche Dynamiken aus der Sichtbarkeit in digitalen Öffentlichkeiten entstehen.
Sichtbarkeit wird verstanden als eine mediale Praxis, die durch spezifische Medialitäten, ästhetische Konventionen und die Bedingungen bildbasierter Plattformen hergestellt und verhandelt wird. Mediale Sichtbarkeit ist dabei keine neutrale Ressource: Sie kann öffentliche Präsenz ermöglichen, zugleich aber Anfeindungen, Kontrollverlust oder neue Formen von Ageism nach sich ziehen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Fundierung von Alter und Sichtbarkeit als analytischen Kategorien an der Schnittstelle von visueller Kultur sowie digitalen und lokalen Öffentlichkeiten.
Gefördert vom Department "Wissen – Kultur – Transformation" der Interdisziplinären Fakultät an der Universität Rostock.
Vorträge zum Thema
- T. Maier: Sichtbar oder übersehen? Wie Social Media Alter und Geschlecht sichtbar machen. Vortrag im WKM, Schwerin, 9. Januar 2026
- R. Drüeke, T. Maier: Digitaler Aktivismus der Bewegung „Omas gegen rechts“. Vortrag im Masterstudiengang Journalismus am Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien der Hochschule Magdeburg-Stendal, 3. Dezember 2025
- R. Drüeke, T. Maier: Visueller Aktivismus der Bewegung „Omas gegen rechts“. Vortrag,Fachgruppentagung„Bilder in Bewegung und mit Bildern bewegen: Gender, Macht & Mobilität“. Gemeinsame Tagung der DGPuK Fachgruppen Medien, Öffentlichkeit, Geschlecht und Visuelle Kommunikation. Universität Tübingen, 20. November 2025